
Hybrid-Wärmepumpe in NRW
Kombiniert Wärmepumpe mit Ihrer bestehenden Gasheizung. Die WP übernimmt an ~85% der Heiztage allein, der Kessel springt nur bei Frost ein. Der perfekte Kompromiss für Altbauten.
Bivalent-alternativ vs. Bivalent-parallel
Moderne Hybrid-Systeme beherrschen beide Betriebsarten und wählen automatisch den wirtschaftlichsten Modus.
Bivalent-alternativ
WP und Kessel laufen nicht gleichzeitig. Ab einem Grenzwert (z.B. -5°C) schaltet das System komplett auf den Kessel um.
- Einfache Steuerung
- Jeder Erzeuger im optimalen Bereich
- WP bleibt an sehr kalten Tagen ungenutzt
Bivalent-parallel
Beide können gleichzeitig arbeiten. Die WP deckt den Grundanteil, der Kessel springt bei Spitzenlast zu.
- Maximale WP-Nutzung
- Kessel nur für Spitzen
- Komplexere Steuerung und Hydraulik
Wann arbeitet was?
In NRW liegt der ideale Bivalenzpunkt bei -3 bis -5°C. Die Wärmepumpe läuft so an über 90% der Heiztage allein.
Nur Wärmepumpe
Bei milden Temperaturen arbeitet die Wärmepumpe allein. Das ist der Normalfall an ca. 85% der Heiztage in NRW.
WP + Kessel parallel
Bei moderater Kälte unterstützt der Gaskessel die Wärmepumpe für die Spitzenlast.
Hauptsächlich Kessel
Bei extremer Kälte übernimmt der Gaskessel. Das passiert in NRW nur an ~10-15 Tagen pro Jahr.
Förderung: Hybrid vs. reine Wärmepumpe
Bei Hybrid entfällt der Klimabonus (20%), da ein fossiler Anteil bleibt. Die Grundförderung und andere Boni bleiben aber erhalten.
| System | Grund | Klima | Effizienz | Max. |
|---|---|---|---|---|
| Reine Wärmepumpe | 30% | +20% | +5% | 70% |
| Hybrid-Wärmepumpe | 30% | 0% | +5% | 35-65% |
Wichtig: Den 20% Klima-Geschwindigkeitsbonus gibt es nur bei komplettem Austausch der fossilen Heizung. Bei Hybrid bleibt der Gaskessel bestehen – daher entfällt dieser Bonus. Dafür ist die Investition niedriger.
Wann ist Hybrid sinnvoll?
Unsanierter Altbau
Bei Häusern ohne Dämmung und mit klassischen Heizkörpern ist der Hybrid die beste Lösung. Die WP arbeitet effizient bei milden Temperaturen, der Kessel bei Frost.
Hohe Vorlauftemperaturen (>60°C)
Wenn Ihr Heizsystem dauerhaft 70°C oder mehr benötigt, kann eine reine WP an ihre Grenzen stoßen. Der Hybrid ist dann wirtschaftlicher.
Schrittweiser Umstieg
Die WP wird installiert, der Gaskessel bleibt als Backup. Später können Sie nach Dämmung oder Heizkörpertausch komplett auf WP umsteigen.
Kessel noch funktionstüchtig
Wenn Ihr Gaskessel nicht älter als 15-20 Jahre ist, lohnt sich die Weiterverwendung. Die WP-Investition bleibt niedriger.
Versorgungssicherheit
Der Gaskessel dient als Backup. Auch bei technischen Problemen mit der WP oder extremem Frost bleibt Ihr Haus warm.
Begrenztes Budget
Mit Kosten ab 18.000 € ist der Hybrid die günstigste WP-Lösung. Die Förderung (bis 35%) senkt die Kosten weiter.
Rechenbeispiel: Hybrid vs. Gas
EFH mit 20.000 kWh/Jahr Wärmebedarf, Hybrid mit 70% WP-Anteil
Vorher: Nur Gasheizung
20.000 kWh × 0,13 €/kWh = 2.600 €
+ 310 € CO₂-Abgabe
Nachher: Hybrid-System
WP: 14.000 kWh ÷ JAZ 3,5 × 0,30 €/kWh = ~1.200 €
Gas: 6.000 kWh × 0,13 €/kWh = ~780 €
+ ~95 € CO₂-Abgabe
Zusätzlich reduzieren Sie CO₂-Emissionen um über 50%.
Was kostet eine Hybrid-Wärmepumpe?
Einfamilienhaus
bis 150 m²
Mittleres EFH
150 - 200 m²
Großes EFH / ZFH
über 200 m²
* Preise setzen eine funktionsfähige Gasheizung voraus. Bei Austausch des Kessels kommen ca. 3.000-5.000 € hinzu.
FAQ zur Hybrid-Wärmepumpe
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Wir prüfen, ob ein Hybrid-System für Ihren Altbau die richtige Lösung ist, berechnen den optimalen Bivalenzpunkt und Ihre Fördermöglichkeiten.
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